Vernetztes Haus ist „Stand der Technik“

Das Haus der Gegenwart verbindet moderne Architektur und Lifestyle der Zukunft mit heute erhältlicher, „intelligenter“ Technik. Und genau darin – in der Verwendung schon am Markt eingeführter Standardprodukte – unterscheidet sich dieses Projekt von ähnlichen, die neueste Prototypen aus den Entwicklungsabteilungen nutzen. Mit der Home Automation im Haus der Gegenwart soll in erster Linie gezeigt werden, was heute schon mit Standardkomponenten möglich ist. Die eingesetzte Technik ist auf beliebige Wohnhäuser umsetzbar; vom Einfamilienhaus bis zum großen Wohnkomplex mit diversen Wohneinheiten. Der Automatisierungsgrad ist dabei, je nach gewünschtem Komfort und Budget, variabel. Die Zielgruppen, die man mit diesem Projekt ansprechen will, sind z. B. Wohnungsbaugesellschaften, die auf diese Weise einen Mehrwert für ihre Häuser und Wohnungen bieten können sowie Privatleute, die die Technik durch den Fachhandel installieren lassen.

Im Haus der Gegenwart kann zum Beispiel die Tochter per Fernbedienung ihre aktuellen Lieblingssongs auswählen. Diese werden aus dem laufenden Radioprogramm gefiltert und über die Windows XP Media Center Edition zur Verfügung gestellt. Entsprechend nimmt die Mutter ihre Lieblingsserie im Fernsehen automatisch auf und sieht sie zu einem späteren Zeitpunkt. Jedes Familienmitglied kann dem Haus per Funkanhänger mitteilen, in welchem Zimmer es sich befindet. Beleuchtung, Raumtemperatur oder Hintergrundmusik werden dann – gemäß Voreinstellung – automatisch den persönlichen Vorlieben angepasst.

Die Ankunft zu Hause, nach einem langen Arbeitstag, könnte zum Beispiel folgendermaßen aussehen: Bei der Anfahrt mit dem Auto öffnet sich das Hoftor automatisch und die eigene Garageneinfahrt wird beleuchtet. Nach dem Schließen des Tors schaltet sich das Licht nur bei der tatsächlich genutzten der drei Eingangstüren ein. Diese öffnet sich ebenfalls automatisch. Im Haus hält ein Informationsmonitor Nachrichten bereit, die per SMS oder Email eingegangen sind. Und beim Eintritt ins Wohnzimmer erklingen, nach dem Einschalten gedämpfter Beleuchtung, automatisch die persönlichen Lieblingslieder aus der Stereoanlage.

Die Technik steht im „intelligenten Haus“ aber keinesfalls im Vordergrund, sie soll nur unauffällig und diskret die täglichen Bedürfnisse der einzelnen Bewohner erfüllen.