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Das „intelligente Haus“ birgt noch verborgene Potenziale für Architekten, Bauunternehmer, Wohnungsbaugesellschaften und letztlich natürlich auch für die Bewohner. Was bisher als interessante Zukunftsvision galt, ist heute schon mit Standardautomatisierungskomponenten möglich. Das Steuerungskonzept basiert auf PC- und Ethernet-Technologie, Microsoft-Betriebssystemen und offenen herstellerübergreifenden Internet-Standards, die sich flexibel erweitern lassen.

Alle für die Hausautomatisierung benötigten Datenpunkte sind direkt an die Gebäudesteuerung angeschlossen. Über die modular zusammensteckbaren Busklemmen können alle Automatisierungsgeräte – vom einfachen Lichttaster bis zur Wetterstation – mit der Gebäudesteuerung gekoppelt werden. Je nach Automatisierungsgrad sind eine oder mehrere im Haus verteilte Stationen via Ethernet verbunden. Die Steuerung übernimmt z.B. ein Embedded-PC CX1000 mit Windows-CE-Betriebssystem.

 

Bequeme Bedienung der Hausfunktionen
Die Bedienung der Funktionen im vernetzten Haus wird besonders durch die Integration der Benutzeroberfläche in die Windows XP Media Center Edition erleichtert. Alle Vorgänge im Haus lassen sich, bequem vom Sofa aus, mit der Fernbedienung zentral steuern. Die Bewohner erhalten vom Desktop-PC, Tablet-PC, Notebook, Pocket-PC oder Smartphone jederzeit Zugriff auf ihr Haus, auch von unterwegs. Neben der Abfrage des aktuellen Status kann der Nutzer Beleuchtung, Fenster, Türen, Jalousien, Heizung oder auch die Gartenbewässerung bequem einstellen.

Schnelle Reaktion auf Wettereinflüsse
Keine Überraschungen durch unvorhersehbares Wetter. Die Wetterstation erfasst die Klimadaten, wie z. B. Niederschlag, Wind, Helligkeit, Luftfeuchte und Außentemperatur. Bei plötzlich auftretendem Regen können Fenster automatisch geschlossen werden. Auch die Lichtstärke der Sonne ist messbar, so dass bei zu starker Sonneneinstrahlung die Markisen herausgefahren werden. Sollte gleichzeitig starker Wind herrschen, werden statt der Markisen die Rollläden heruntergelassen.

Die Gebäudesteuerung denkt mit
Das vernetzte Haus bietet, neben dem gesteigerten Komfort, auch Kostensenkung durch Optimierung des Energieverbrauches. Mittels der Haussteuerung lassen sich die elektrischen Energieverbraucher den äußeren Bedingungen anpassen. Beispielsweise kann die Heizung nachts automatisch heruntergeregelt bzw. tagsüber, bei geöffnetem Fenster, ausgeschaltet werden. Dabei „denkt“ das Haus auch daran, welcher Bewohner sich in ihm aufhält. In Verbindung mit RFID-Technik oder Präsenzmeldern kann die Beleuchtung automatisch abgeschaltet und die Heizung absenkt werden.

Sicher ist sicher
Auch im Bereich Sicherheit bietet Home Automation eine Fülle von Vorteilen, wie z. B. die automatisierte Zutrittskontrolle über die RFID-Technik, Anwesenheitssimulation oder die zeitabhängige Türenverriegelung am Abend. Kontakte an Türen und Fenstern melden einen unerlaubten Zutritt via SMS oder Email. Befinden sich unautorisierte Personen im Haus, können alle Bewegungen per Kamera aufgezeichnet werden. Sicherheit auch im Urlaub: Beim Verlassen des Gebäudes werden automatisch alle dafür vorgesehenen Verbraucher, wie Herd oder Bügeleisen, zentral abgeschaltet.

Wie diese Beispiele verdeutlichen, soll die Technik im vernetzen Haus nicht Selbstzweck sein, sondern die Bewohner entlasten durch die unaufdringliche Übernahme von Alltagsfunktionalitäten.

 
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